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Mont Raimeux
Tourenbericht Mont Raimeux

Schneeschuhwanderung auf den Mont Raimeux

Am 07.02.2010 war es wieder soweit: eine Schneeschuhwanderung, geführt von Hebby, stand an. Nachdem die Tour am Wochende zuvor auf die Riggi-Scheidegg wegen extremer Lawinengefahr hatte abgesagt werden müssen, konnte die Tagestour in den schweizer Jura gefahrlos stattfinden. Teilmehmer waren: Hebby als Tourenführer, sein Frau Elvira, Veronika, Christian und Peter. Pünktlich um 8 Uhr ging es ab dem PSV-Heim los; es genügte ein PKW (Hebby).

Das Wetter war regnerisch und neblig, wie vorhergesagt,  aber wir hofften darauf, dass im Gebirge über 1000 m ggf. die Sonne gewonnen haben könnte. Dies erwies sich jedoch als Trugschluß. Es schneite zwar nicht, aber es blieb neblig und trübe und der Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau uns leider verwehrt.

In knapp 2 Stunden erreichten wir unseren Ausgangspunkt, das Dorf Belprahon, kurz hinter Moutier. Das Auto wurde zentral im Ortskern abgestellt und man richtete sich für den Aufbruch, nur Schneeschuhe konnten noch nicht angelegt werden, obwohl wir auf 640 m Höhe waren, da es hier an Schnee mangelte.

Zunächst ging es also mit geschulterten Schneeschuhen einen 23 Grad steilen Waldweg bergauf, bis wir in ca. 800 m Höhe die Schneeschuhe anlegen konnten. Christian erzählte, dass er hier bereits im Sommer eine Tour mit Gerda Fluck unternommen hatte und konnte sich an die Weggabelungen gut erinnern.

Vorbei ging es an Ferienhäusern, die wohl nur im Sommer bewohnt waren; vorbei an einem Bauernhaus und einer im Winter geschlossenen Wirtschaft in schönem Pulverschnee und angenehmer Ruhe bis zu unserem ersten Ziel, dem Mont Raimeux de Belprahon auf 1089m. Unterwegs trafen wir nur auf einen Hund, der seinen Bauernhof bewachte und eine Gruppe von Schneeschuhwanderern von 4 Personen, die schon wieder auf dem Weg ins Tal waren. Nach einer Trinkpause ging es weiter Richtung Mont Raimeux de Grandval, welcher unser Mittagsziel war, da es dort eine Einkehrmöglichkeit gab.

Dies war der Bauernhof bzw. die Restauration von Christophe Schupbach auf 1288m, den wir um 12Uhr 15 erreichten. Wir waren die einzigen Gäste zur Mittagszeit und genossen Kaffee mit Schuß bzw. heiße Schoki mit frischer Milch. An den Wänden wurde für Käsefondue geworben und die Wirtsleute waren zweisprachig. Hebby vermerkte sich: Dies wird wohl nicht der letzte Besuch mit einer Gruppe hier oben gewesen sein.

Nach ca. 1 Stunde brachen wir wieder auf, nicht bevor wir uns noch mit mitgebrachtem Essen gestärkt hatten. Die geplante Route zurück wäre über den Combe des Geais gewesen, ggf. hätte man auch den gleichen Weg zurück nehmen können. Als Alternative entschied sich Hebby für einen größeren Schlenker parallel zu einem Fahrweg, der vom Mont Remeux de Cremines über die Felsenhänge der Rochers du Droit in Tal führte. Es wurde dann doch ein anderer Schlenker, der uns aber auf einem schönen Ziehweg durch den Wald und die Felswände ins Tal brachte. Das Gelände fiel hier neben dem Weg steil ab und man wähnte sich zuweilen in einem Märchenwald der Gebrüder Grimm.

Der Weg stellte sich im Nachhinein als die richtige Entscheidung heraus, waren wir nach dem Verlassen der Felswände und des Waldes um einiges näher an unserem Auto als mit dem zunächst geplanten Schlenker. Allerdings mussten auch hier wiederum die Schneeschuhe für das letzte Stück zum Auto geschultert werden. Unterhalb ca. 750/800m lag einfach nicht genügend Schnee.

Gegen 16 Uhr erreichten wir das Auto und zur Belohnung gab es von Elvira noch eine Runde Schokokuchen (oder war es Herrentorte?).

Gewohnt sicher (und schnell) wurden wir von Hebby wieder nach Freiburg transportiert und für die meisten war es für dieses Jahr nicht die letzte Schneeschuhtour, denn es stehen noch einige im Programm an und Spaß macht das Schneeschuhwandern allemal.

Bis zum nächsten Mal

Peter Ehret