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Schneeschuhnachtwanderung
Feldberg – Krunkelbachhütte
Skepsis machte sich breit bei uns beiden Neulingen: Schneeschuhwanderung bei einbrechender Dunkelheit - ohne Vollmondnacht? Mit gemischten
Gefühlen ließen wir uns auf dieses
Abenteuer auf den „Sohlen der Eskimos“ ein. - Treffpunkt der 24 Teilnehmer am PSV-Heim war Samstag, der 23. Januar 2010 um 15 Uhr. Fahrt in PKW´s zum Feldberg, Parkplatz Polizeistation, rein in die Schneeschuhe, los ging´s 16.30 Uhr, noch bei Sonnenschein, die Kälte hielt sich in Grenzen. An die Schneeschuhe gewöhnten wir uns schnell, ein paar Tipps von Wanderführer Herbert und den anderen Routiniers und so konnten wir uns recht bald auf das Erleben der Landschaft einlassen. Verschneite Nadelbäume, glitzernde Schneekristalle und immer län ger werdende Schatten der untergehenden
Sonne. Die Anstiege waren leicht zu bewältigen. Für den Anfänger schwieriger erwiesen sich die Abstiege. Der Ratschlag „die Schneeschuhe gerade halten, nicht schräg den
Hang hinab“ konnte von einigen Teilnehmern erst nach ein paar Saltos, wilden Hechtsprüngen oder sanften Landungen im Schnee umgesetzt werden, zur Gaudi der anderen: „Wer
den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!“
Vorbei ging´s am Bundesleistungszentrum, bald war das Gipfelkreuz auf dem Herzogenhorn (1415 m) erreicht,
eindeutiger Höhepunkt der Tour. Für die Fotografen gab´s hier kein Halten mehr, Gipfelfotos, Blitzlichtgewitter, eine grandiose Aussicht, die Schweizer Alpen mit dem
Berner Oberland – zum Greifen nahe! Die Landschaft im goldenen Licht der untergehenden Sonne. Unangenehm war nur der kalte Wind. Der weitere Weg führte fast nur noch bergab. Nach
zweistündiger Wanderung erreichten wir bei Dunkelheit die Krunkelbachhütte, unser Ziel nach etwa neun Kilometern: Raus aus den Schneeschuhen, rein in die Wärme des zur Gaststube umgebauten
Stalles zu Schäufele, Sauerkraut, Wurst- und Kartoffelsalat, zu Bierspezialitäten, Heidelbeerwein und zum Aufwärmen Honiglikör, Geist und andere Medizin.
Der eineinhalbstündige Rückweg bei „Halbmond“ verlief dank der vielen Stirnlampen, Wanderführer
Herbert und „Schlusslicht“ Alex ohne Verirren und nennenswerte Blessuren. Ein tolles Schneeschuherlebnis fand seinen Abschluss mit einem Kontrastprogramm: „Einkehrschwung“ bei der
fastnächtlichen Freinacht in Hinterzarten bei einem Glas weißem Glühwein, ausgeschenkt von der „Alten Wache“ aus Freiburg.
Wir kommen wieder!
Wolfram Köhler
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