|
Toiur 1 - Durch das Gauertal zur Lindauer Hütte
Obwohl wir die Tour 1 hießen, starteten wir erst lange nach den Anderen, zu einer richtig gemütlichen Z eit, nämlich um 9.00 Uhr. Die Leitung hatte Peter Burkart, unterstützt von Ehefrau Angelika (oder
umgekehrt). Elf Wanderer waren wir, darunter ein paar Ältere, die nicht mehr so gerne schnell gehen, und der Jüngste, der noch gar nicht geht, nämlich Andreas Indlekofer, 10 Monate alt, der schnell
der Liebling der Gruppe wurde.
Die Fahrt ging über Schwarzwald, Randen, Schaffhausen, Winterthur, St. Gallen und Tschagguns zum Parkplatz am Golm-Stausee
(Empfehlenswert: die Raststätte Rosenberger an der österreichischen Autobahn kurz hinter Lustenau, vor dem Feldkircher Tunnel.) Dieser Parkplatz war übrigens schon einmal der Ausgangpunkt für
eine tolle, kalte Schneeschuhtour zur Lindauer Hütte.
Dieses Mal war es schon arg heiß. 30 Grad Celsius waren es bestimmt, und 10 Personen vergossen im Durchschnitt 0,75 l
Schweiß, zusammen also gut 7,5 Liter. Zur allerbesten Wanderzeit, also in der größten Mittagshitze, um 13.30 Uhr, begaben wir uns auf den bequemen Weg zur Hütte, die immerhin 700 m höher lag.
Unterwegs musste aber Andreas sein Breichen kriegen. Mutter Ursel Indlekofer mixte das zusammen und schwang das Löffelchen, während Familie Burkart gemeinsam einen Schirm über Mutter und Kind
hielt. Hier konnte man wieder einmal erleben, zu welch komischen Lauten mehrere Erwachsene in der Lage sind, wenn sie versuchen, einem Baby ein Lächeln (mit 3 Zähnen) zu entlocken.
Pünktlich um 17.00 Uhr, wie geplant, kamen wir zur - großen, gut geführten, für viele bestens
bekannten - Lindauer Hütte. Es gab ein kühles Bier, eine volle Terrasse, eine friedlich-freundlich gelockerte Atmosphäre und die Gewissheit, einen schönen Abend vor sich zu haben. Der begann um
18.30 Uhr mit dem Jubiläums-Sektempfang im Freien. Kaum eine Rede. Nur Hebby sagte, dass das jetzt der Sektempfang sei. Es gab aber vorwiegend ein Mixgetränk namens „Aperol-Spritz“, das mit
Sekt immerhin zu tun hatte. Das hob die Stimmung allgemein ungemein. Das Abendessen (3 Gänge) befriedigte die Mägen. Das eher Geistige bot Hebby mit einer (kunstvoll gestalteten) Dia-Show über 10
Jahre Gipfelstürme und - weil der Wunsch so heftig war - über 10 weitere Jahre zurück in die Vergangenheit. Vor 20 Jahren waren wir offensichtlich entschieden jünger gewesen - rein äußerlich natürlich.
Heiner Wolf
|