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Jubiläum
Bildbericht
Golmergrat

Tour 2 - Über den Golmergrat zur Lindauer Hütte

Morgenstund hat Gold im Mund“ auch zu diesem Jubiläumswochenende traf dieses Sprichwort zu, dass am Samstag den 01.08.2009 begann. Die Wanderer um Bergführer Marco Schätzle trafen sich zeitig, um wie angedacht den Rest der elf Personen starken Truppe um 11:30 Uhr an der Latschauer Golm-Bahn zu treffen, da ein Teil der Gruppe einen anderen Anfahrtsweg bevorzugte. Dank der reibungslosen Fahrt wurde diese Zeitvorgabe eingehalten und das Ticket zur Bergstation gelöst.

Nun ging es hinauf auf ca. 1700 Meter über den Meeresspiegel, in ein Gebiet das einigen Beteiligten nur in schneebedeckter Landschaft vertraut ist, und nun auch im Glanz der Sonne, die sich uns gerne zu unserer Tour anschloss, betrachtet und erlebt werden durfte. Die Fahrt verging wie im Flug und schon standen wir am Beginn unserer Tour. Nachdem uns die Seilbahn einige Höhenmeter und sehr viel Wegstrecke abgenommen hat, waren wir an der Reihe. Uns wurde ein wunderschöner Höhenweg versprochen mit leichtem Gefälle, der ganz einfach zu wandern sein sollte. War es dann auch, aber erst mussten die steilsten Meter bis zur Rhätikon-Bahn erlaufen werden, wobei der eine oder andere etwas aus der Puste kam und die Gesichtsfarbe sich von einem leichten Teint in ein deutliches Rot veränderte. Zu kurzem Verschnaufen luden Paraglider ein, die waghalsig mit ihren Schirmen den Berg hinunter rannten, um bei ausreichend Fahrt dann abheben zu können, und hinunter nach Tschagguns oder einen Nebenort zu gleiten. Ein kleines Highlight das jeder der Gruppe sich nicht entgehen lassen wollte.

Nachdem wir etwa eine Stunde gegangen sind, eröffnete sich vor uns der noch zu laufende U förmige Weg. Ein wunderbarer Höhenweg, dessen Verlauf sich wunderbar erkennen ließ und begehen werden wollte. Das Lauftempo wurde so gewählt, das man nebenher ein „schwätzle“ halten konnte und doch gut zu Fuss war. So wurde die Gruppe etwas gedehnt, da wie in jeder Gruppe es einige schnelle und einige langsamere wandersfreudige Personen gibt. Immer wieder stoppten einige, um mit ihren Augen die Schönheit der Landschaft zu erkunden, der Blumenvielfalt und Schönheit zu bestaunen, und der Versuch eines der Murmeltiere deren gellenden Pfiff man das ein oder andere Mal hören konnte zu erblicken. Aufgrund des verschiedenen Lauftempos, bildeten sich zwei Lager, die zeitgleich jedoch an verschiedenen Plätzen ihr Vesperbrot neben dem Höhenweg verzehrten, und Sonne und Aussicht genießen durften. Schließlich ist die Wanderung mit 3,5 Stunden angegeben, da ist genug Zeit für Pause. Der Verlauf des Höhenwegs, stellte sich für fast die gesamte Truppe als angenehm aber schweißtreibend dar, aber so ist das nun mal wenn der Körper aus Betriebstemperatur ist und die Muskeln unermüdlich arbeiten. Der nächste Halt wurde vor dem 100 Höhenmeter Anstieg zur Geißspitze gemacht, da sich die Gruppe hier teilen musste, da es sich einige wenige nicht zutrauten den steilen Weg zur Geißspitze zu begehen, „Nur nichts erzwingen wollen“ war die Devise, so teilte man sich bereitwillig. Letztendlich stellte sich der Weg, der wirklich etwas waghalsig erschien, als einfacher heraus wie gedacht. So war es für keinen der „Gipfelstürmer“ ein Problem die Geiß zu erklimmen. Kaum oben und den Flüssigkeitsbedarf gestillt, wurde auch schon das ausreichende Fotoshooting eingeläutet; geblitzt wurden nicht die Temposünder die den Berg hinauf „rasten“ sondern das Tal, der bisher erlaufenen Weg und kaum zu glauben von einem Stativ aus die gesamten Geiß(spitzenleute).

Das gewitzelt und gelacht, und sich gegenseitig ausgetauscht wurde setzt man bei den PSV Touren als bekannt voraus, und trotzdem ist und war das positive miteinander erwähnenswert.

Nun standen 600-700 Höhenmeter Abstieg bevor, der sich in Serpentinen länger hinzog  als zuerst angenommen. Die Gruppe die sich gegen die Geißspitze entschieden hat, hat dafür ein Murmeltier gesehen, was den anderen nach meinem Wissenstand nicht zu Augen gekommen ist. „Das ist die Lindauer Hütte“ rief einer der beteiligten, und wir konnten uns ein Bild aus der Vogelperspektive von der Hütte machen, der Serpentinen Weg zog sich und zog sich, bis bei einer Weide kurz innegehalten wurde, um dem wunderbaren Klingen der verschiedenen und unzähligen Kuhglocken zu lauschen, welche sich zusammenschlossen zu einer Melodie die wirklich zur Entspannung gemacht ist, und mehrere Male als „wirklich, sehr schön“ betitelt wurde. Die Lindauer Hütte rückte nun immer näher und näher, und schließlich nach 1,5 Stunden Abstieg von der Geißspitze haben wir unser Ziel erreicht und trafen fast zeitgleich mit dem anderen Teil der Gruppe bei der Lindauer Hütte ein, welches einige als Anlass nahmen, um sich mit einem frischgezapften zu belohnen.

Ein rundum gelungener Tag wurde mit dem kostbaren Gerstensaft besiegelt.

Jonas Nössler

... und hier schon ein paar Fotos von der Wanderung ....