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Klettersteig

Klettersteigtour auf die Sulzfluh (2.817m)

Startend um 7 Uhr von der Lindauer Hütte (1.770m), hieß es erstmals für uns (Susanne, Katrin, Marco und Eberhard) hinauf auf das Drusentor (2.343m) und auf der anderen Seite wieder runter zur Carschina Hütte (2.236m), um auf die Südseite der Sulzfluh (2.817m) zu gelangen. Hier wartete der Klettersteig auf uns. Im Anstieg zum Drusentor erwischte uns bereits der erste Regenschauer, der einen Plan B ins Leben rief. Falls das Wetter unbeständig bleiben sollte, wollten wir die Sulzfluh nicht über den Klettersteig, sondern über den „Normalweg“ erklimmen. Angekommen bei der Carschina Hütte klarte es jedoch auf und am Abzweig zum Klettersteig gab es keinen Zweifel mehr, ob das Wetter mitspielen würde … die Sonne strahlte von einem fast wolkenlosen, blauen Himmel. Bis zum Einstieg in den Klettersteig mussten nun noch einige Höhenmeter in Geröll und Schutt absolviert werden und dann ging es los, Kletterausrüstung an, ab in die Wand. Mir, als blutiger Klettersteig-Anfängerin, setzte dieser ganz schön zu, allerdings nicht wegen der Ausgesetztheit, Überhängen oder dem mittlerweile nahendem Gewitter im Rücken, sondern eher wegen der Länge des Klettersteigs (Höhendifferenz 450m, Klettersteiglänge 750m). Nach zwei Stunden erreichten wir erschöpft (die einen mehr, die anderen weniger), aber  trockenen Fußes den Gipfel der Sulzfluh. Das Gewitter hatte uns nun aber fast erreicht, so dass statt einem entspannten Vespern ein zügiger Abstieg in Richtung Tilisuna Hütte (2.211m) wich. Nebel zog auf, das Gewitter grollte und ließ eine unangenehme Stimme aufkommen, die uns schneller laufen ließ. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir nun nicht mehr trockenen Fußes die Tilisuna Hütte. Nach kurzer Einkehr ging es weiter im nun mehr nachlassenden Gewitterregen, allerdings nicht auf geplantem Weg über den Bilkengrat, der bei Nässe zu gefährlich gewesen wäre.  Stattdessen ging es vorbei am Tobelsee und nach weiteren drei Stunden erreichten wir gegen 19:45 Uhr wieder die Lindauer Hütte, glücklich über die absolvierte Tour, welche eine wunderbare war.

Klettersteig-Anfängerin Susanne Stampf mit Lust auf mehr

aber auch die optischen Eindrücke dürfen nicht fehlen ...