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Brienzergrat
Bericht Eingehtour

Unsere alpine Eingehtour auf dem Brienzer Grat als "Neulinge beim PSV"

Am 26. Juli um halb fünf Uhr morgens trafen wir uns mit zehn Wanderbegeisterten beim PSV in Freiburg und los ging die Fahrt nach Interlaken. Manch einem war es etwas zu früh, was aber der schöne Sonnenaufgang wieder wett machte.

In Interlaken angekommen, stiegen wir in den Zug nach Brienz. In Brienz stärkten wir uns mit gigantischen Schweizer Nussgipferln und Kaffee. Um 8.30 Uhr fuhren wir mit der Dampfzahnradbahn hoch zur Rothorn Kulm. Satte 1678 Höhenmeter und 7,6 km legten wir mit der ältesten Dampfbetriebenen Zahnradbahn der Schweiz zurück. Eine fantastische Aussicht auf der einstündigen Fahrt machte Lust auf mehr...

Oben auf 2.349 m angekommen schauten wir auf den messerscharfen Grat und freuten uns auf eine mehrstündige Tagestour bei Sonnenschein und guter Laune.Wir schauten nach unten auf den Brienzer See, auf der einen Seite auf das Emmental und gegenüber hatten wir einen fantastischen Ausblick auf Titlis, Eiger, Mönch, Jungfrau, Wetterhorn, Schreckhorn, Lauteraarhorn, Ebnefluh und Breithorn. Diese begleiteten uns den ganzen Tag über und belohnten uns für manche Anstrengung.

Der Brienzer Grat zeigte sich stellenweise ausgesprochen schmal. Wir mussten uns voll konzentrieren, immer den Blick nach vorne gerichtet, denn ein Ausrutscher hätte fatale Folgen. Am Fuße des Tannhorns angekommen, wird die Tour immer schwieriger. Wir folgten kaum sichtbaren Steigspuren über schroffe Wiesenhänge. Aus Wiese wird bald Fels und wir müssen jetzt auch die Hände zu Hilfe nehmen, aber wir wollen unbedingt auf dem Grat bleiben.Der Weg wird nun breiter, die Flanken sind weniger steil. Wir nutzen die Zeit, um wieder zu Kräften zu kommen, bevor der Anstieg auf das Allgäuhorn (1.980m) beginnt.

Unsere Arme hatten nur eine kurze Pause, denn am Schnierenhörnli (2.069m) müssen wir erneut alles geben. Hörnli sind kleine Hügel und vor uns lagen sie schon alle.Mehrere Hügel lagen vor uns und wir fragten uns, wie viele wohl noch kommen mögen. Die Sonne strahlte uns an und schon etwas müde gings weiter Richtung Gummhorn (2.040m), das Augstmatthorn lag vor uns. Unmittelbar vor dem Augstmatthorn (2.137m) entschieden wir uns müde, aber glücklich, die Berge erklommen zu haben nach ca. 6- stündiger Gehzeit den Abstieg nach Oberried ( nein, nicht am Schauinsland) anzutreten.

Der Brienzer See kam immer näher und nach ca. 2,5 Stunden erreichten wir den Bahnhof von Brienz. Mit schweren Beinen warteten wir auf den Zug, der uns zurück nach Interlaken bringen sollte. 8,5 Stunden reine Gehzeit , 1.206 Höhenmeter und 2.797m Abstieg lagen hinter uns. Wir waren glücklich und stolz zugleich eine der einsamsten und schönsten Grattouren der Alpen geschafft zu haben.

Die gut organisierte Tour von Eberhard, der uns gut und sicher zurück brachte, wird uns lange in Erinnerung bleiben. Das schöne Wetter, der fantastische Ausblick und die netten Gleichgesinnten Uli, Susanne, Katrin, Anne, Diana, Kathrin, Melanie, Matthias und Peter machten das übrige dazu.

Die Tour ist nur für fitte, ambitionierte Bergsteiger zu empfehlen!

Melanie und Diana