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Unsere erste Schneeschuhtour.
Als im PSV- Kurier von der Wanderabteilung die Termine für das Jahr 2010 bekannt gegeben wurden, haben wir
unter anderem die Termine für Schneeschuhtouren zur Kenntnis genommen Außerdem wurde ein Schnuppertag für das Schneeschuhlaufen angeboten.
Das klang sehr gut. Schon lange wollten wir ausprobieren wie das ist. Da wir nicht mehr ganz jung sind,
dachten wir dass das eine gute Alternative zum Skifahren ist. Also entschlossen wir uns am Schnuppertag teilzunehmen. Erst am 3. Termin konnte die Tour stattfinden, da die anderen Termine wegen
Schneemangel abgesagt werden mussten.
Also, jetzt war es endlich soweit. Wunderbarer Pulverschnee lockte uns am Sonntagmorgen auf die Berge. Wir
verabredeten uns in Sankt Peter, wo wir auf die Gruppe mit Herbert Higle als Führer warteten.
Jeder bekam das passende Paar Schneeschuhe verpasst. Außerdem gehört zur Ausrüstung, musste ja ganz perfekt
sein, eine Schaufel und ein Lawinenfunkgerät. Damit wurden unsere Rucksäcke bestückt.. Hoffentlich brauchen wir das nicht, ging mir durch den Kopf. Das war ja total aufregend was man da alles brauchte
oder haben sollte, man kann ja nie wissen.
Nach kurzer Einführung stapften wir mit 17 Leuten im Gänsemarsch den Berg über den Schierwald
Richtung Sankt Peter hinauf.
Es war schon eine ganz erhebliche Steigung, aber wir sollten ja warm werden, da kam man schon ganz
ordentlich ins Schwitzen. Es klappte wunderbar und war herrlich durch die verschneite Landschaft zu gehen. Der Weg führte uns über Wiesen, Felder und durch schmale Waldpfade - grobe Richtung Plattenhof.
Es war wie Weihnachten, zwischendurch stärkten wir uns mit heißem Tee, der einen Duft von Pfefferminz aber auch Rumgeschmack verbreitete.
Weiter ging es Richtung Plattensee
Eine der Teilnehmerinnen hatte solchen Kohldampf, dass sie sich kurzerhand auf dem Schnee niederließ und
ihre feinduftende Gemüsesuppe aus der Thermoskanne löffelte. Nach diesem Imbiss ging es ihr sichtlich besser und sie konnte gestärkt weitergehen. Hoffentlich kommt die Wirtschaft bald, auch wir hatten
solchen Hunger.
Unser Führer hatte festgestellt, dass wir einen Weg zu früh abgebogen waren und kamen so in
Zeitschwierigkeiten. Wir versuchten über Handy unsere Platzreservierung aufrecht zu halten. Aber zwecklos, wir kamen einfach nicht durch.
Unser Magen hing fast an den Knien und wir hatten Angst keinen Sitzplatz mehr in dem meist gut besetzten
Plattenhof zu bekommen.
Wir starteten eine Abkürzung querfeldein durch das Gelände und sahen auch in bald erreichbarer Nähe unser
ersehntes Lokal. Jetzt ging es uns gleich besser und wir waren auch bald da.
Wir hatten Glück, aufgrund der Straßenverhältnisse war kein großer Besucherandrang und wir konnten uns an
den warmen Kachelofen setzen und die Nudelsuppe löffeln. Es schmeckte doppelt so gut nach dieser Leistung.
Nach ausführlicher Stärkung machten wir uns mit gut gefülltem Magen auf den Rückweg.
Gott sei Dank kamen keine Steigungen mehr, aber auch das Abwärtsgehen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es ging
über einige Hindernisse, über Bächlein und Weidezäune.
Es klappte prima. Keiner tappte ins Wasser . Aber immer wieder diese Weidezäune, wobei doch einer oder
anderer den Schnee küsste. .Es ist nicht ganz einfach mit diesen Dingern die Beine hochzukriegen. Herbert erklärte uns wie man das am Besten machte. Ab und zu landete doch einer im Schnee, aber das
gehört einfach auch dazu.
Nach etwas zwei Stunden waren wir froh, als wir wieder an unserem Ausgangspunkt waren.
Es war wunderschön. Hat uns dann aber gereicht. Von wegen etwas für alte Leute, etwas Kondition ist schon
erforderlich (Anm. der Redaktion: Alter schützt vor Kondition nicht - und bei etwas Training hat die doch jeder).
Es hat uns so gut gefallen, dass wir uns gleich wieder für die nächste Tour angemeldet haben.
Elfi Link
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