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Tourenbericht vom 20.10.2008
Die Berge um den Thuner- und Brienzersee in der Schweiz locken 4 Wanderer des PSV-Freiburg schon früh aus den Betten. Morgens um 6 Uhr am Sonntag, den
12.10.2008 starten Angelika, Petra, Heiner und Tourenführer Peter vom PSV-Gelände aus in Richtung Berner Oberland.
Die Wettervorhersage verspricht einen herrlichen Tag mit traumhafter Fernsicht. Wir freuen uns auf die Berge, auf das Glitzern der Seen in der
Herbstsonne und auf eine wundervolle Naturlandschaft mit spektakulären Lichteinfällen. Wir sind gespannt darauf, was uns erwartet!
Unsere Tour starten wir von Saxeten (CH) aus, um unser Gipfelglück zu finden.
Mit 130 Einwohnern ist Saxeten ein sehr kleines, romantisches Bergdorf inmitten einer ländlichen Umgebung, umrahmt von Bergen und Wiesen, au f 1.100 m.ü.M.
Unsere Gruppe hat es nicht auf einen Viertausender, wie die Jungfrau abgesehen, sondern auf den steilen, aussichtsreichen
und zum Teil exponierten Gipfel des Morgenberghorns (2.248 m.ü.M.). Das Morgenberghorn ist ein Berg am Südufer des Thurner Sees im Berner Oberland. Dieser Berg gehört zum
Thunersee wie die Schweizerische Nationalgarde zu Rom und zum Papst.
Unser Weg führt uns zunächst einige Meter auf Asphalt, anschließend auf angenehme Wald- und Wiesenwege. Den
Wegweisern folgen wir in Richtung Rengglipass (1.879 m.ü.M). Von dort geht es hinüber zum Gipfelaufschwung des Morgenberghorns den Leissiggrat traversierend, danach über
verschiedene Stufen und brüchigem Fels ausgesetzt Richtung Gipfel.
Unsere Route zählt zu einer Normalroute mit dem Schwierigkeitsgrad T3 / T4, doch während des Auf- wie auch des
Abstiegs zum Gipfel des Morgenberghorns müssen Felsgürtel überwunden werden, die mit Stahlseilen ausgerüstet sind. Dies lässt bei uns alpines Feelin g aufkommen. Nach diesen heikleren Passagen bietet der Abschluss Richtung Gipfel des Morgenberghorns den reinen Genuss.
Am Gipfelkreuz angekommen, werden wir mit einer fantastischen 360-Grad-Rundsicht belohnt. Die beiden Seen liegen uns zu
Füssen, das Aaretal abwärts schauen wir bis ins Mittelland, und über die Voralpengipfel hinweg geht die Sicht bis zu den Berner und Walliser Eisriesen. Bei diesem atemberaubenden Anblick wird es
nicht nur den Schweizern warm ums Herz!
Die Sonne strahlt angenehm; keine einzige Wolke versperrt uns die Sicht auf diese beeindruckende Naturlandschaft. Welch ein
grandioses Gipfelerlebnis! Dies zeigt uns einmal mehr, dass es nicht unbedingt einen Hochalpengipfel braucht, um ein richtiges
Gipfelfeeling zu erleben. Man begeht zwar weder Gletscher noch knifflige Kletterstellen, doch je nach Variante findet man Wanderschwierigkeiten bis zu den Graten T5 und T6, die ähnliches Können verlangen wie Hochtouren bis zum
Grad ZS. Das Morgenberghorn ist beispielsweise ein solcher Gipfel. Der wuchtige Berg dominiert den oberen Thunersee. Es ist spitzer als der Niesen, ohne Bahn und Gipfelrestaurant und somit ganz den Fußgängern vorbehalten,
die steile und zum Teil ausgesetzte Pfade nicht scheuen.
Schon früh in der Geschichte des Tourismus sind Reisende in diese Region Rund um Interlaken abgestiegen, um die umliegenden Berge und Täler zu
erkunden. So soll etwa der deutsche Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy im 19. Jahrhundert gesagt haben: „Wer die Landschaft von Interlaken nicht gesehen hat, kennt die Schweiz nicht. Das Gebiet
zwischen dem Thuner- und Brienzersee ist nämlich das Allerherrlichste in diesem unbegreiflich schönen Lande“
Dem können wir nur zustimmen! Bei allerherrlichster Aussicht legen wir nach knapp 3 Stunden Aufstieg eine Vesper- und Trinkpause ein.
Der Rückweg führt uns auf gleichen Pfaden, wie der Hinweg. Nach ungefähr 2,5 Stunden erreichen wir unseren Ausgangspunkt – Saxeten – wo wir uns vor der
Heimfahrt noch eine kleine Pause in einem Ausflugslokal gönnen.
Wir alle sind der gleichen Meinung: Der Tag und die Eindrücke waren wunder-, wunderschön!!! Schade, dass
nicht noch mehr Wanderkollegen einer der letzten, schönen Sonnentage 2008 mit in den Alpen verbringen wollten. Ihr habt etwas verpasst!
Herzlichen Dank Angelika und Peter für diesen Tag voller Glückmomente!
Petra Kurt
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