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Zurück über das Drusentor nach Partnun
Völlig unüblich, aber ausnahmsweise schreibt der Tourenführer den Bericht hier mal selbst. Grund: Nachdem im Bericht zur Tour 3 (der auf der Webseite vorab veröffentlicht wurde) der Name der ursprünglichen Berichteschreiberin versehentlich nicht erwähnt wurde (dachte Fehler sind doch menschlich - und der
Fehler konnte ja auch gleich hier und vor Veröffentlichung im Polizei-Sportkurier noch korrigiert werden), hat es die vermeintliche Schreiberin „nicht mehr für angebracht gehalten, den Bericht zu
schreiben“. Na ja ! Mehr schreibe ich dazu lieber nicht.
Nun zur Tour selbst:
Leider spielte auch am Montag der Wettergott nicht unbedingt mit. Aus den tiefhängenden Wolken begann es rechtzeitig zum Abmarsch zu
regnen. Die meisten Teilnehmer des Jubiläumswochenendes hatten Glück und mussten nur noch durch Gauertal nach Latschau absteigen. Die Gruppe um mich musste allerdings noch eine alpine
Bergwanderung absolvieren, um an die Fahrzeuge im schweizerischen Partnun zu kommen. Einfach nur Pech.
Eine bunte Gruppe – bewaffnet mit Regenponcho und Rücksackhüllen – trotzte dem Regen und marschierte auf überraschend gut
zu begehendem Weg hinauf Richtung Drusentor. Gute 600 Höhenmeter zunächst über Wiesen und später durch eine graue Steinwüste. Durch die tiefhängenden Wolken eine eher triste Stimmung. Nach etwa zwei
Stunden erreichten wir dann das Drusentor. Die letzten Höhenmeter durften wir ohne Regen genießen und ab und zu mal blitzte sogar die Sonne durch die Wolkendecke. Wir
nahmen uns dann hier noch die Zeit für ein „Mannschafts-Foto“, nachdem uns das Gipfelfoto am Tag zuvor versagt blieb.
Jenseits des Drusentors eine ganz andere Landschaft. Grüne Wiesen und Hänge bis über 2.300 hoch. Von hier war
es noch ein etwas mehr als eine halbe Stunde bis zur Garschina-Hütte. Der einsetzende Regenschauer machte
uns dann nichts mehr aus, denn wir hielten Einkehr in der gastlichen Hütte. Ein hezrliches Dankeschön an Heinz für die Einladung zu Tee, Schoki und heisser Suppe.
Die Stunde Pause hat richtig gut getan. Der Regen hatte zwischenzeitlich auch wieder auf gehört und wir konnten
auf einem gemäßigt abwärts führenden Weg über Blumenwiesen weiter bis zu Sulzhütte gehen. Immer wieder
waren jetzt Fotopausen einzulegen, da die üppige Flora einfach dazu einlud. Eine ganze Wiese in gelb – so etwas
hatte ich den Bergen noch nie gesehen – Arnika, wo überall man hinschaute. Für den Kräutersammler ein Eldorado.
Von der Sulzhütte aus ging es dann endlich abwärts, teilweise recht steil. Durch die Nässe war der Boden auf den
Wiesenwegen ziemlich rutschig – aufpassen war angesagt. Kaum hatte ich die Teilnehmer vor den Gefahren
gewarnt, rutschte ich auf dem lehmigen Boden aus und zog mir bei dem akrobatischen Versuch einen Sturzes zu
vermeiden, einen schmerzhaften Muskelfaserriss zu. Es half aber nichts – wir mussten weiter talwärts.
Nach knapp vier Stunden Gehzeit erreichten wir dann Partnun und die geparkten Autos – ich konnte mich endlich
hinsetzen. Kaum hatten wir die Fahrzeuge erreicht, setzte wieder Regen ein. Jetzt machte es uns aber nichts mehr
aus. Recht zügig und unter Beachtung sämtlicher Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Schweiz (man lernt halt auch dazu) kamen wir nach knapp vier Stunden wieder in Freiburg an.
Ein aus meiner Sicht gelungenes (trotz des unbeständigen Wetters) Jubiläumswochenende war damit Geschichte.
Hebby Higle
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