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Dolomiten
Tour 2
Pellegrino

Schneeschuhtour vom Passo San Pellegrino zum Rifugio Fuciade

Alles weiß, die Landschaft tief verschneit, über uns Nebelschwaden und es herrscht leichter Schneefall als wir nach einer Stunde Fahrzeit unseren Ausgangspunkt Passo San Pellegrino erreichen.

Die vielen bunten Skifahrer und das „Gewusel“ rund um die Liftstation bilden einen starken Kontrast in dieser engen weißen Welt. Wir ziehen unsere Schneeschuhe an und gehen unterhalb der Menschenmenge in den unberührten Tiefschnee. Querfeldein, am Hang, durch Tannen und unglaubliche Schneetiefen erkunden wir die jetzt ruhige Winterlandschaft.

Hebby findet stets tolle Fotomotive, die er mit uns Teilnehmern „verschönt“. Dabei haben wir viel Spaß, wenn wir in Aktion treten können oder unfreiwillig interessante Einlagen bieten, da wir ausrutschen oder einbrechen. Der Schnee ist teilweise so tief, dass man fast nicht mehr alleine aus dem „Schneeloch“ herauskommt. Das sieht ähnlich aus, wie wenn ein Käfer auf dem Rücken liegt und zappelt. Des einen Leid – des andern Freud

Auf unserem Weg mit Rifugio Fuciade reißen die Nebelschwaden immer wieder auf, die Sonne kommt durch und wir haben spektakuläre Blicke auf die „Pala Gruppe“.

Das Rifugio Fuciade ist ein absoluter Geheimtipp. Die Speisen sind regionale Köstlichkeiten der Spitzenklasse, frisch zubereitet und wunderbar angerichtet. Das Haus ist traditionell und liebevoll eingerichtet. In den unteren Räumen befindet sich ein Museum mit gesammelten alten Gegenständen des früheren täglichen Gebrauchs. Total interessant was es da alles zu entdecken gibt.

Gut gelaunt treten wir den Rückweg bei sonnigem Wetter über den „Col de le Salae“ an.

Das bedeutet ein bisschen Anstrengung mit Höhenmetern, aber wir sind ja gut gestärkt. Es kommen ein paar interessante steile Hangpassagen, bei denen wir einzeln mit Abstand gehen um keine Lawinen auszulösen. Wir kommen gut voran, doch plötzlich löst sich oben am Hang links und auch oben am Hang geradeaus Schnee und es bilden sich Lawinen in Richtung unserer Gruppe. Wir bleiben gebannt stehen und haben großes Glück da es nur kleine Lawinen sind und diese am Anfang der Gruppe enden. Schnellstens kehren wir um, um aus der Gefahrenzone herauszukommen und steigen zügig abwärts. Das Schauspiel war sehr beeindruckend. Wir haben erlebt wie wichtig es ist aufmerksam zu sein und eine gute LVS-Ausrüstung dabei zu haben.

Nach diesem Erlebnis bleiben wir auf dem gespurten Weg und verarbeiten den Schrecken mit einem „Gipfel-Willi“. Frohgemut plaudernd gehen wir zum Passo San Pellegrino zurück und staunen bei guter Sicht über die Größe des Skigebietes und die vielen Busse und Skifahrer aus gesamt Europa.

Im Hotel findet am Abend eine Küchenparty statt, bei der wir die leckeren Speisen in der Küche selbst auswählen können. Ein spannender und erlebnisreicher Tag geht zu Ende.

Veronika

 

Und hier ein paar technische Details zu dieser Tour:

Passo Pellegrino - Rifugio Fuciade - Col de Salae - Passo Pellegrino: ca. 9,6 km, reine Gehzeit: ca. 4,5 Std., bewältigte Höhenmeter: insgesamt ca. 400 m

 

.... und hier gibt es natürlich auch mehr Fotos von dieser Tour ...