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Wir das Seil in die obere Öse eingeklinkt (was am einfachsten und bequemsten ist), kann es sich nach Beobachtungen des Bundeslehrteams aus zwei Arten selbständig aushängen:
1. Man schlenkert aus irgendeinem Grund (verhängtes oder ungünstig laufendes Seil) am Ende des Seils, wobei sich der Seilstrang über und Haken legt und ausklinkt.
2. Man klettert toprope mit dem Anseilpunkt an der Umlenkung vorbei und setzt sich auf der anderen Seite des Hakens ins Seil. Das Seil läuft über den Schnapper der oberen Öse und klinkt sich
selbst aus (wahrscheinlicher Unfallhergang am Wiesfels).
Da eingeklebte Haken oft zum Toprope-Klettern verwendet werden, stellt dieser Haken nach Meinung des Lehrteams ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, vor allem wenn die obere Öse zur
Umlenkung benützt wird. Sicher handelt es sich beim alleinigen Einklinken in die obere Öse um einen Bedienungsfehler; nur ist die Konstruktion des Hakens so, dass so gut wie jeder das Seil in die obere Öse
klinkt, um sich dadurch lästiges und zeitraubendes Fädeln zu ersparen.
Das Bundeslehrteam Sportklettern des DAV empfiehl, diesen Haken nicht anzubringen und bereits gesetzte Haken wieder zu entfernen. Um ähnlich Unfälle auch mit anderen Umlenksystemen zu
vermeiden,
- sollte man nicht über den Umlenkpunkt hinausklettern,
- beim Topropen nach Möglichkeit einen zweiten Fixpunkt benutzen
- wenn nur ein Fixpunkt benutzt werden kann, sollte das Seil immer in einen gesicherten Verschlusskarabiner (Schrauber ...) oder zur Not in zwei gegenläufig eingehängte Expressschlingen
eingehängt werden.
(aus “Bergsteiger 02/2001”)
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