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Sparrhorn
Tourenbericht Sparrhorn

Alpine Wanderung auf das Sparrhorn   (11./12.07.09)

Ausnahmsweise trafen sich die Teilnehmer dieser Tour zu einer moderaten Uhrzeit beim PSV und zwar um 7 Uhr. Diese waren: Ortrud Prasse, Rosi Wunderle, Georg Hauger, Hildegard Deckers, Elvira und Hebby Higle, Beate und Christoph Röder, Peter Ehret und Angelika Burkart sowie unser Tourenführer Peter Burkart.

Nachdem noch Hebby den Teilnehmern des Fassgaubenrennens (Schneeschuhwanderung auf den Napf, siehe PSV-Kurier 02/2009) die von den schweizer Veranstaltern zugeschickten Trophäen verteilt hatte konnte es pünktlich losgehen.

Geplant war am ersten Tag nur die Anfahrt und der Aufstieg auf die Belalp zu unserem Quartier, weshalb wir nicht schon zu nächtlicher Stunde aufbrechen mussten.  Auf der Fahrt wurde Basel umfahren und es ging ins Berner Oberland zum Autoverladepunkt Kandersteg, wo auf die Bahn verladen wurde. Hier erwies es sich als äußerst vorteilhaft, dass bereits in Freiburg beim ADAC die Tickets dazu gekauft wurden, denn wir konnten ohne Wartezeit auf einer Extraspur die Warteschlange umfahren und hatten keinerlei Verzögerung. (Achtung: Handbremse nicht vergessen, wie z.B. auf der Gegenseite: ganz schnell beginnt der Ausflug mit Ärger !)

Nach ca. 20 Minuten kamen wir in Goppenstein im Wallis an und es schien erwartungsgemäß die Sonne. Gleichfalls erwartungsgemäß legten wir in Steg im Kurvencafe eine Cafepause ein. Erfreulicherweise hat das Cafe nun für genügend Parkplätze gesorgt. Gestärkt ging es weiter, aber im Rhonetal gab es den befürchteten Rückstau aus diversen Verkehrsflusseinmündungen,   was uns wiederum ein wenig zurückwarf. In Naters angekommen parkten wir die Autos auf einem kleinen Parkplatz zwischen der Mittelstation und der Talstation, denn wir wollten auf dem Rückweg an der Mittelstation aussteigen um zu den Autos zu gelangen. Gleichfalls hatten wir hier schon einige Höhenmeter gewonnen!

Nun ging es los: Routinemäßig eincremen, Ausrüstung kontrollieren und langsam den Laufrhythmus finden. Naters (der Name kommt von den dort ehemals oft angetroffenen Schlangen gleichen Namens) liegt auf 623m, das  Ziel Belalp auf 2098m. Durch das geschickte Parken hatten wir ca. 1200 Höhenmeter zu bewältigen, die wir mit Pausen in ca. 4 Stunden schafften.

Wir bezogen das Quartier (eigener Raum/Lager) bzw. wer Zimmer gemietet hatte, die Zimmer, denn das Quartier war ein Hotel. Bis zum Abendessen um 18 Uhr verblieb noch genügend Zeit, um die Umgebung zu erkunden. Wir hatten einen schönen Blick ins Rhonetal und auf all die mächtigen drei-und viertausender auf der gegenüberliegenden Seite,  wie z.B. Üsser Barrhorn, Dom und Matterhorn. Wir schlenderten zum Aletschhotel an die Aletschkante, wo diverse Kunstwerke (käuflich) ausgestellt waren. Auch das Denkmal für den Briten Tyndall steht hier, der sich um die Erforschung dieser Region im 19. Jahrhundert verdient gemacht hatte. Gerade war eine Hochzeit in der kleinen Kapelle zu Ende gegangen und das glückliche Brautpaar fuhr in der Pferdekutsche vorbei. Aber das Wichtigste: der Ausblick zum Aletschgletscher. Hier konnte man wieder einmal feststellen, wie stark die Gletscher aufgrund der Klimaerwärmung zurückgehen, aber dennoch war dies ein überwältigender Anblick und man freute sich bereits auf den Ausblick, den man am nächsten Tag vom Sparrhorn haben würde.

Der Abend wurde mit einem üppigen Mehrgängemenü (Halbpension) sowie diversen Spielen, die wieder einmal Hebby schweißtreibend auf den Berg geschleppt hatte, verbracht und auch zwei mitgebrachte Weine fanden Ihre Abnehmer (Danke Hebby, danke Georg (PSV-Jubiläumswein aus FR-St.Georgen).

Die Nacht war zwar relativ ruhig (keine Holzfällarbeiten), aber dennoch hatten mehrere nicht viel geschlafen. Womöglich  musste sich der Körper erst an die über 2000 Höhenmeter gewöhnen.

Frühstücksbuffet war um 7 Uhr, Abmarsch 7 Uhr 45. Das Wetter sollte laut Bericht noch halten, aber eine Verschlechterung war nicht auszuschließen. Freundlicherweise stellte uns das Hotel bis zur Wiederkehr einen Raum zur Verfügung , wo wir für den Aufstieg auf das Sparrhorn überflüssige Ausrüstung deponieren konnten.

Wir stiegen in gleichmäßigem Tempo Richtung Sparrhorn. Ausgewiesene Gehzeit war 2 Stunden 35 Minuten. Wir sollten etwas länger benötigen. Bis zu einem kleinen Schneefeld, das sich noch gehalten hatte, windete sich der Weg in Schlangenlinien den Berg hinauf, vorbei an der Endstation des Sesselbahn. Nach Überquerung des Schneefeldes, das aufgrund der Wärmegrade griffig war, erfolgte ein steilerer Weg durch Felsgeröllplatten über einen ersten Vorhügel, wobei es die eine  oder andere exponierte Stelle gab, die Trittsicherheit erforderlich machte bzw. der ein oder andere merklich ruhiger wurde.

Da aber der Grund und Fels trocken und die Steigung gut hinnehmbar war gab es keine größeren Probleme. Nachdem ein zweiter diesgestalteter Hügel erklommen war befand man sich beim Gipfelkreuz und somit am Ziel.

„Berg heil....“, wurde allenthalben ausgetauscht und man genoss nun die tolle Aussicht auf den großen Aletschgletscher, den Oberaletschgletscher sowie die nördliche Bergkette mit dem in der Mitte liegenden 4195m hohen Aletschhorn. Noch weiter im Norden liegend konnte man die Eiger Mönch Jungfrau Bergkette erkennen. Man stärkte sich mit Speis und Trank und es wurde das obligatorische Gipfelphoto erstellt.

Hebby und Peter berichteten mit Blick auf das Aletschhorn von ihrer damaligen Tour zum Aletschhorn, als sie ein tödlichen Unfall am Südostgrat miterlebten. Ich denke, auf dem Rückweg hat jeder seine Schritte bewusster gesetzt als sonst.

Beim Abstieg zurück auf die Belalp zogen sich die Wolken zusammen und es bekann kurz leicht zu regnen, glücklicherweise blieb es jedoch trotz Bewölkung dann trocken. Bei unserem Hotel angekommen beschlossen wir, nach einer kurzen flüssigen Stärkung, mit der Bahn auf die Mittelstation zu fahren und so Zeit einzusparen. Von dort erreichten wir die Autos und konnten noch trocken die Heimreise antreten.

Das Rhonetal ist bekannt für die dort gut gedeihenden Aprikosen, weshalb ein Stop an einem Verkaufsstand eingelegt wurde. Es wurden jedoch nur kleinere Mengen gekauft, da der Preis doch relativ hoch lag. Abgesehen von einem Stau auf der Autobahn aufgrund eines Unfalles bzw. Gaffern erreichten wir den Breisgau noch trocken, dies änderte sich jedoch nach unserer Ankunft.

Christoph und Beate Röder, wie auch Hildegard und Georg waren mit einem Auto direkt zum PSV zurückgefahren, auch weil Georg noch den Weg nach Offenburg vor sich hatte. Die Restlichen schlossen die Tour gemütlich bei gutem Essen in Müllheim-Zunzingen in der Restauration Dr. Schneider ab. Inzwischen goß es wie aus Kübeln; wir hatten also nochmals Glück mit dem Wetter gehabt.

Die Tour hat uns schöne Aussichten der hochalpinen Regionen beschert und dennoch war die Tour, auch für Einsteiger, gut machbar und nicht zu anstrengend, weshalb an dieser Stelle für die gute Auswahl wie auch die gesamte Ausführung dem Tourführer Peter Burkart ein herzlicher Dank gilt, wie auch allen Fahrern, die sich zur Verfügung gestellt hatten.

So etwas kann ja mal wiederholt werden ........

Peter Ehret