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Ü bungswochenende in den Ötztaler Alpen vom 05. August bis 8. August 2009
Gemeinsam fuhren Francesca, Susanne, Katrin, Mike und Eberhard am
Mittwoch morgen Richtung Pitztal, um in drei Tagen die Grundlagen der Techniken für das Begehen von Gletschern zu erlernen.
Nachdem wir zweimal den Straßentunnel „Roppen“ bewundern durften (Ausfahrt verpasst!), kamen wir schließlich in
Mittelberg am Ende des Pitztales an.
Mit forschem Schritt gingen wir die knapp 1.000 Höhenmeter zur Hütte, wobei wir an zahlreichen Gruppen vorbeikamen, die alle den
E5 Wanderweg liefen. Dadurch, dass wir einen Tag füher als ursprünglich geplant auf der Hütte waren, sicherten wir uns wenigstens für eine Nacht ein Notlager, weil die Hütte total überfüllt war.
Wi r übten noch vor dem Abendessen die Techniken verschiedenener Knoten, wobei auch hier schon der ein oder andere
Knoten einfach zur kompliziert (für den Verfasser) war.
Am nächsten Morgen stand dann das praktische Üben auf dem Rettenbachferner auf dem Programm. Die Unterweisungen von Eberhard
waren sehr fachmännisch und uns Vieren machten alle Übungen sehr viel Spaß. Auch die Bergung aus einer Gletscherspalte wurde geübt, wobei darauf
geachtet wurde, dass fast die gesamte Tiefe der Spalte mit einbezogen wurde. Erschöpft kamen wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen und dort wurde die ein oder andere Situation nochmals diskutiert.
Am Freitag starteten wir um 5.30 Uhr die Hochtour auf die Wildspitze (3.3768 m ü. NN). Über den Mittelbergferner zum Mittelbergjoch (3.166 m ü. NN) waren wir noch ziemlich alleine unterwegs, aber
beim Mittelbergjoch kamen schon die ersten Gruppen und es war abzusehen, dass wir nicht alleine das Gipfelerlebnis auf der Wildspitze genießen werden. Es erschien
uns, als ob man eine Wartemarke ziehen müsse, um das Gipfelfoto von unserer Gruppe schießen zu können. Nach einer reinen Gehzeit von gut sechs Stunden
hatten wir schließlich unser Ziel erreicht und man hatte bei herrlichem Sonnenschein einen tollen Ausblick auf alle umliegenden Bergen der Alpen. Nach einer
Mittagspause unterhalb der Spitze machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg und liefen etwas schneller, um den Massen von Tagestouristen zu
entfliehen. Um Katrins Tempoverschärfung wurde jedoch heftig diskutiert, denn bei diesem schnellen Schritt gab es kaum Möglichkeit viele Fotos „aus der Hüfte“ zu sc hießen. Gegen 17.00 Uhr kamen wir wieder an der Braunschweiger Hütte an. Erschöpft und auch ein bisschen stolz wurde
erstmal der Energiehaushalt wieder ins Gleichgewicht gebracht und noch vor dem Abendessen das „Wellness-Programm“ durchgeführt.
Am Abend gab es dann noch einen kleinen Umtrunk für einen besonderen Anlass
und es wurde wieder diskutiert und besprochen, was prima war und was vielleicht nicht so toll gelaufen ist.
Am Samstag, nach einem ausgiebigen Frühstück mit Apfelstrudel (ohne
Vanillesauce), machten wir uns an den Abstieg und auf der Heimfahrt durfte die Pause mit österreichischen Spezialitäten (u.a. Kaiserschmarrn) natürlich nicht fehlen.
So gingen ereignisreiche und lehrreiche Tage zu ende und wir möchten uns
nochmals ganz herzlich bei Eberhard Stegerer für die tolle Organisation und Schulung bedanken.
Mike Lichtle
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