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Fastnachtsonntag unterwegs mit Schneeschuhen.
In der vergangenen Woche hatte es fast jeden Tag geschneit. Wir hatten schon unsere Bedenken, ob die angekündigte Schneeschuhtour, aufgrund
der schlechten Straßenverhältnisse, die uns täglich über die Medien angesagt wurden, durchgeführt wird.Doch pünktlich zum Sonntag lies der Schneefall nach und wir konnten fahren.
Treffpunkt war Breisach. Wir waren 15 Personen und verteilten uns in die Autos, so dass diese alle ausgelastet waren.
Der Ausgangspunkt war Col de la Schlucht. Von da aus ging es auch
gleich los.Alex führte uns bergan durch den verschneiten Winterwald. Dieser war unbeschreiblich schön. Nur wer selber dabei war oder wer unsere Bilder betrachtet kann meine Begeisterung in etwa
nachvollziehen.
Jedes Ästchen der Bäume war mit Schnee und Eiskristallen bedeckt. Selbst an den Stämmen waren Eiskristalle vorhanden. Wir stapften
durch den etwa kniehohen Schnee, der ganz leicht und pulvrig war. Es war ein reines Vergnügen durch diese filigrane Landschaft zu gehen. Es war wie im Märchenwald. Mit etwas Fantasie konnte man richtige
Skulpturen erkennen. Ich bin noch nie durch so einen schönen verschneiten Wald gegangen.
D ie Wanderung sollte, nachdem wir den Wald verlassen hatten über Hohneck, Spitzköpfe zur Ferme
Breitsouze gehen, wo eine Einkehr geplant war. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Dicker Nebel begleitete uns, so dass eine Orientierung fast unmöglich war. Alex entschloss sich mit der
Gruppe zur vorzeitigen Umkehr und dann in der Auberge Hohneck einzukehren.
Nach einigen Spekulationen hatten wir dieses Haus gefunden. Doch Pech gehabt, diese Einkehr war geschlossen. Es blieb uns nichts anderes
übrig als den Rückweg in unseren Schneeschuhspuren zurückzugehen, bis wir an der Auberge Trois Four kamen. So jetzt haben wir es geschafft, wir hatten alle Hunger und unser Gesicht tat
weh von der Kälte.
Von außen schon sahen wir einige freie Tische und wir freuten uns schon auf ein zünftiges Vesper.
Doch unsere Vorfreude war vergebens, alles war besetzt oder die noch freien Tische waren reserviert. Enttäuscht suchten wir in unseren Rucksäcken nach allen essbaren Dingen,
die wir im Vorraum der Ferme verspeisten.
Ein Kaffee an der Theke war das Einzige, das wir in dieser Au berge bekamen. Der einzige Trost war, dass wir nun bald wieder diesen Märchenwald passieren mussten.
An unserem Ausgangspunkt angekommen entschlossen wir uns in das Selbstbedienungsrestaurant zu gehen. Dort wurden
wir mit einer Heidelbeer-Tarte überrascht, die uns allen mundete. Sogar der etwas gewöhnungsbedürftige Franzosenkaffee schmeckte dazu.
Gestärkt fuhren wir wieder nach Breisach zurück, wo wir mit unseren eigenen Fahrzeugen den Heimweg antraten. Es war
ein wunderschöner Tag. Von den Bildern der winterlichen Landschaft zehren wir noch heute.
Elfi Link
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