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Klettersteigtouren am Alpspitz (2628 m) und an der Zugspitze (2962 m) vom 05. bis 07.09.2009
Tag 1: Anfahrt und Begehung von 2 Klettersteigen
Treffpunkt am PSV war um frühmorgendliche 05.00 Uhr, alle vier Teilnehmer- Pit, Peter, Uli und unserer Bergführer Eberhard - standen
pünktlich auf der Matte. Um 10.10 Uhr waren wir bereits am Parkplatz Eibsee, von wo aus wir um 11.10 Uhr in die Zahnradbahn als Verbindung zur Alpspitzbahn stiegen. Mit die ser Gondel ging es um Punkt 12.00 Uhr hinauf zum Oberfelder Kopf, 2.033 m. Von der Gipfelstation war
es nur ein kurzer Weg bis zum Einstieg in unseren Klettersteig zur Alpspitze, also hieß es von 12.45-15.45 Gurt an, Helm auf und nichts wie rauf auf den Fels.
Der Steig war rundherum sehr gut gesichert, somit auch bei etwas Neuschnee und im oberen Teil
teilweise vereisten Stellen problemlos zu klettern. Auf dem Alpspitzgipfel, 2628 m, kamen wir leider im Nebel an, welcher uns phasenweise auch beim Aufstieg begleitete, spontane nebelfreie Ausblicke
auf Garmisch-Patenkirchen waren dafür umso spektakulärer. Nach kurzem Vesper und diversen Ausruhmanövern( die Verfasserin längs auf dem
Altar vor dem Gipfelkreuz…so möge bei dieser Opferbeigabe das Wetter noch sonniger werden…) machten wir uns an den Abstieg über das Oberkar und weiter über den Klettersteig Schöngänge. Es ging eben ganz
schön bergab.
Anschließend wanderten wir über die Hochalm zum DAV-Haus Kreuzeck, 1.652 m, das wir um 19.00 Uhr
erreichten. Dort ging es ohne Umschweife zum Abendessen, da man dort schon befürchtet hatte, wir
kämen nicht mehr. Letztendlich hat alles gut geklappt, Essen war ausreichend und gut - Peter hatte die
weibliche Bedienung so gut im Griff, dass sie ihm sogar sein Bergsteiger-Bier an den Tisch brachte…und nur ihm…
Tag 2: „Läufst du schon oder suchst du noch“ oder: die Begehung eines nicht mehr gesicherten Klettersteigs.
Um 8.45 Uhr war Abmarsch, Abstieg auf 1500 m, Aufstieg zur Oberen Mauerscharte, 1985m, Ankunft um
11.45 Uhr. Bis hierhin wanderten wir auf absolut schlecht markiertem Weg, zuerst auch auf Trampelpfaden diverser Schafe, bis zur Auskunft des Bewohners der Bodein-Alm, der unter anderem folgende skurrile
Aussage zur Wegbeschreibung traf „ dort hinauf müsst ihr, wo das Schaf steht“…es standen aber schon ca. 50 Schafe auf den Wiesen…. Ab Beginn des Abstiegs über den nicht mehr gesicherten Schützensteig war
wenigstens der Weg wieder eindeutig markiert. Der Steig führte uns oberhalb des Reintals zur Reintal-Anger-Hütte auf 1370 m, Ankunft um 16.00 Uhr. Bis dahin ein wunderschöner Steig, absolut
menschenleer, landschaftlich durchzogen mit Kalkgestein, teilweise ausgewaschen durch glasklare Gebirgsbäche mit Restschneefeldern. Im unteren Teil des Steigs begleiteten uns links und rechts des Wegs
Latschenkiefern, welche als Seilersatz gute Dienste taten. Nach kurzem Nachfüllen der Trinkflaschen begann der Aufstieg zur Knorr-Hütte, 2050 m, Ankunft um 18.08 Uhr. Die Hütte bis unters Dach voll, aber
trotzdem gemütlich, vor allem nachts kam keine Einsamkeit auf…
Tag 3: Endspurt zur Zugspitze, 2.963m, dem höchsten Berg Deutschlands.
Wecken um 06.00 Uhr, Frühstück um 07.00 Uhr, Abmarsch zum Au fstieg um 08.00 Uhr…Die letzten 900 Höhenmeter zur Zugspitze haben wir in 2 Stunden und 45 Minuten bei wolkenlosem Wetter in Begleitung von weiteren ca. 100
Bergsteigern bzw. Wanderern bewältigt. Ab der Höhe von 2700 m stand dann wieder ein Klettersteig an - wobei die Helme hier vollständig ausreichten - durch Seilsicherungen und gut angelegte Tritte im
Steig. Somit war dieser obere Teil des Wegs deutlich angenehmer zu gehen als der „gefühlt senkrechte“ durch Schotter bedeckte „Weg“ zuvor - vielleicht der Grund, warum wir
oben wieder relativ alleine waren, viele bevorzugten hier die Gondel zum Zugspitzplateau. Als auch wir dort ankamen, wuselte es vor Touristen, Wanderern und Bergsteigern. Die Letzteren bestiegen wie wir
natürlich auch noch die letzten Meter zum Gipfel, zeitlich hatten wir Glück und somit etwas Platz unter dem strahlenden Gold des Kreuzes.
Anschließend schwebten wir um 11.45 Uhr mit der Zugspitzseilbahn zum Eibsee hinab, wo unser Auto
stand. Die Rückfahrt haben wir zweimal unterbrochen, einmal um schnell in einem Outlet in Sonthofen vorbeizuschauen, um Stöcke kostenlos reparieren zu lassen und sonst Schnäppchen zu machen und zum
anderen, um in Malleichen bei Lindenberg um 15.00 Uhr original Allgäuer Leckereien zu verspeisen. Nun, der
Abstecher hatte sich wahrlich gelohnt...Anschließend gings heim nach Freiburg, Ankunft um 19.15 Uhr. Als
Fazit für die 3 Tages-Tour gilt: Absolut gelungen - unserem Bergführer sei Dank, auch wenn es dem einen
oder anderem mal steil, ausgesetzt und endlos schien, so kamen wir immer glücklich, aber zum Teil auch geschafft, an unseren Zielen an.
Uli Anneser
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