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Alljährlich wird von der Wanderabteilung eine Klettersteigausbildung angeboten ….

An dicken Drahtseilen schwebten wir mit Seilbahnen von Fiesch zur Bergstation Eggishorn (2867 m), ehe es kurze Zeit später an die Drahtseile in den Felsen des Fiescherhorlis ging.

Zuerst legten Claudia und Benedikt sowie ich unter Anleitung von Eberhard unsere Klettersteigausrüstung an. Dann sind wir über die Elsenlücke zum Einstieg des Eggishorn-Klettersteigs abgestiegen. Hier gab Eberhard noch einmal ausführliche Erklärungen und Anweisungen ab.

Kurz nach den ersten Sicherungen erreichten wir das erste Highlight mit der 30 Meter langen, aus Leitern bestehende Hängebrücke. Schon bald darauf folgte die spektakuläre 40 Meter lange 3-Seil-Brücke. Eine Umgehung wäre möglich gewesen, aber wir wollten auf jeden Fall diese adrenalinerfüllte, luftige Herausforderung annehmen. Dieser Nervenkitzel hat wirklich Spaß gemacht. Es folgten spannende Traversen und vertikale Passagen. Über eine lange Reihe von Eisenbügel ging es hoch hinaus. Dazwischen gibt es sogar ein Bänkle in luftiger Höhe.

Im Auf und Ab ging es über einen Gratrücken bis zum „Gipfelbuch“, in dem Eberhard uns verewigte. Über den „Adlersitz“ erreichten wir eine Seilrutsche. Diese darf jedoch nur mit einem Bergführer benutzt werden. So mussten wir diese Stelle umgehen. Den Abschluss bildet der zerklüftete Falkenturm mit einer kurzen Hängebrücke. Über Geröll stiegen wir wieder hinauf zur Seilbahnstation auf dem Eggishorn.

 

Eigentlich wollten wir noch den kurzen Anstieg zum Gipfel des Eggishorns (2926 m) in Angriff nehmen. Da die Wolken uns jedoch leider das normalerweise einmalige Bergpanorama verwehrten, haben wir darauf verzichtet. So genossen wir beim Bergrestaurant Horli-Hitta bei Sonnenschein während einer Stärkung den wolkenverhangenen Blick auf den Großen Aletschgletscher sowie auf die bruchstückhaften Ausblicke auf das Aletschhorn

Die italienische Bezeichnung für Klettersteig „Via Ferrata“, was wörtlich Eisenweg bedeutet, beschreibt meines Erachtens sehr gut den Charakter dieses leichten bis mittelschweren Klettersteigs (K2 – K3), da er tatsächlich mit unglaublich viel Eisen gesichert ist. Er ist relativ kurz (lt. Angaben Gehzeiten: 2-3 Stunden, Höhendifferenz im Ab- und Aufstieg ca.160m).

Es war jedenfalls ein richtig tolles Erlebnis trotz bescheidener Aussichten.

Vielen Dank an unseren Tourenführer und Chauffeur Eberhard.

Andrea

…. und hier noch ein paar weitere Eindrücke von der Tour: