Motorradausfahrt an den Bodensee
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Motorradtour zum Bodensee, 09 Mai 2021

„Neun fröhliche Motorradfahrer gehen heut’ auf Tour…“

Schlußendlich wurden es dann elf; ein Reim dazu fiel mir leider nicht ein. Zumal es im Originaltext immer weniger „Beteiligte“ werden, anders als bei uns.

Pünktlich am Treffpunkt erscheinen und losfahren ist gute Tradition beim PSV. Weil sich alle Teilnehmer auch diesmal daran hielten, verließen wir -neun Männer und Frauen-unseren Treffpunkt in Freiburg, wie vorgesehen, um 8.00 Uhr. In Himmelreich und in Göschweiler kamen noch zwei weitere fröhliche Fahrer dazu und die Gruppe war jetzt komplett.

Zunächst noch auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, dann auf weitgehend gut ausgebauten und erhaltenen Gemeindeverbindungsstraßen – manche würden sicherlich auch Wirtschaftswege dazu sagen – passierten wir Boll, Münchingen, Ewattingen, Achdorf und Fützen, um schließlich kurz vor Beggingen in unser südliches Nachbarland, die Schweiz, zu wechseln. Dieser, von mir so gefühllos in einen Satz gepackter Streckenabschnitt, war abwechselnd von kühlen, schattigen Waldpassagen und sonnigen Wegen mit herrlicher Fernsicht – auch Alpensicht – geprägt.

Ab Schaffhausen folgte unser Weg dem Rhein, abwechselnd zunächst am rechten dann linken Ufer, bis Stein am Rhein. Hier legten wir eine längere Pause ein und genossen, draußen in der Sonne sitzend, Kaffee und Eis. 

Um die Höri herum fahrend, über Öhringen, Wangen, Horn, Iznang und Moos, erreichten wir Radolfzell. Der Landstrich zwischen Moos und Radolfzell gehört zum Naturschutzgebiet Aachmündung. Angler säumten das Ufer der Radolfzeller Aach. 

Nach Radolfzell führte unser Weg auf dem Bodanrück weiter über Konstanz und Litzelstetten nach Dingelsdorf, wo eine weitere Pause folgte. Diesmal am Seeufer und mit Blick auf Birnau und auch Teile der Alpenkette. Theoretisch sahen wir auch die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Vielleicht hätte der See dafür Niedrigwasser oder wir ein Fernglas haben müssen.

Bei Bodmann / Ludwigshafen verließen wir den Bodanrück und fuhren zunächst am Ufer des Überlingen Sees über Sipplingen bis Überlingen weiter. Für einen Besuch der Landesgartenschau reichte die Zeit nicht. Auch hätten wir wohl vorab ein Zeitfenster buchen müssen. An einem Tag ist halt vieles aber nicht alles Mögliche machbar.

Bei Salem machten wir dann endgültig kehrt und die Rückreise, zunächst über Stockach und Engen – hier endet die Streckenaufzeichnung über Komoot – begann. 

Jetzt versuche ich mich zu erinnern … .

Also, verabschiedet haben wir uns in Buchenbach am Feuerwehrgerätehaus; wobei einer der Teilnehmer uns Übrigen bereits bei Döggingen zum Abschied winkte, bevor er endgültig die Gruppe verließ. Und davor war noch der Tankstopp mit diversen Eis-Variationen in Blumberg. Von Blumberg bis Löffingen mieden wir die B31; zwischen Löffingen und Rötenbach befuhren wir sie, um sie hier wieder zu verlassen. Ab Schwärzenbach folgten wir dann zunächst wieder einem Wirtschaftsweg bis wir, über Langenordnach kommend, Waldau und danach die B 500 erreichten. Die letzte Bergetappe führte überwiegend abwärts über St. Märgen und Wagensteig nach Buchenbach.

Und zum Schluß waren alle elf fröhliche Motorradfahrer von der circa 370 km langen Ausfahrt begeistert. Kein Wunder, denn sie führte uns, bei Kaiserwetter, über sehr schöne Landschaften, durch Wälder, offene Bergrücken bzw. Hochebenen, an Bächen und Flüssen entlang zum Bodensee und so wieder zurück nach Freiburg. 

Herbert, Dir ist es wieder einmal gelungen, eine Ausfahrt zu planen und zu führen, die einmalig war. Dafür nochmals vielen Dank. 

Heinrich.