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Guten Morgen am Sonntag, den 12. September um 07:00 Uhr am Treffpunkt Autobahnraststätte Hartheim bei schönem Wetter.
Das ist für Motorradfahrer außer-ordentlich wichtig, was sich am Ende unserer Tour noch ändern sollte.

Der Gruß richtet sich an unseren Tourguide Hebby mit Elvira auf Yamaha FJR 1300, Pit, ebenfalls auf Yamaha FJR 1300, Heinrich auf Honda CG 1000 und uns, Brigitte und Hans-Elmar auf Honda 600 (RollerJ).
Hubert und Silvia kommen etwas später an, sie sind bereits am Vortag von Frankfurt nach Freiburg angereist.

Wir starten auf der A5 über Basel und Bern an den Genfer See. In der Reihenfolge:
Hebby, Pit, Hubert, Hans-Elmar und das Schlußlicht bildet wie immer der Heinrich.  Um 10.30 Uhr verlassen wir die A1 und sind bereits in Rolle am Genfer See. Dort genießen wir unseren ersten Kaffee. Der Wirt ist etwas bruddelig, wahrscheinlich war sein Samstagabend zu lang oder der Sonntag zum Arbeiten zu schön.
In diesem schönen Ort wohnt eine Tante von Elvira.
Wir machen einen Spaziergang entlang der Uferpromenade zurück zu den Mopeds.

Wir fahren jetzt bei herrlichem Sonnenschein am See entlang bis Genf und haben eine tolle Aussicht auf das Wasser und die angrenzenden Villen.
Zurück auf der kostenpflichtigen Autobahn erreichen wir wenig später Grenoble.
Am „Place Victor Hugo“ esse ich bei Burger King – meinen schlechtesten Hamburger mit Fritten ever – und das in der Vollsonne bei ca. 30 Grad.

Nach Grenoble endet die Autobahn und bereits zum dritten mal steht das Thema
Maut an. Diesmal sucht Heinrich sein Mautticket, das er gar nicht bekommen hat.
Sehr zur Freude der Anderen, die am Straßenrand auf ihn warten. Elvira beschließt darauf hin, künftig an der Schranke für alle die Maut zu bezahlen und später umzulegen.

Wir nehmen die „Route des Alpes d’Hiver“ unter die Räder. Eine gute kurvenreiche Landstraße. Vorbei an beeindruckenden Felsformationen erreichen wir Sisteron. Bei diesem Namen begleitet mich ständig die Schauspielerin Romy Schneider in „3Tage in Sisteron“.

Hier sind wir zwei Nächte. Das „Hotel de la Citadelle“ ist genauso, wie man es sich in Südfrankreich vorstellt. Alt, historisch, verwinkelt und am Eingang zur Fußgängerzone. Im Eingangsbereich einen Glasvorbau, indem man schön sitzen und genießen kann. Unser Ankunftsbier nehmen wir aber im Freien ein, gegenüber einem imposanten Felsendom, zu dessen Füßen die „Durance“ fließt.

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt finden wir uns im Hotel ein zum Abendessen. Es gibt Lammhaxen, Lachs und Lasagne.
Licht aus um 22:30 Uhr. Der Tag war anstrengend mit fast 600 km Fahrstrecke.

Montag, den 13.09.2021 – Durch die Haut-Provence auf den Mont Ventoux

Heute ist bereits kurz vor 09:00 Uhr Abfahrt. Hebby’s Maschine läuft seit 10 Minuten warm. Bei Kaiserwetter fahren wir hinein in die Provence mit dem Ziel:
Mont Ventoux. Wir fahren vorbei an abgeernteten Lavendelfeldern und stellen uns vor, wie es hier vor 4 Wochen ausgesehen haben mag.
In einem kleinen typischen Nest „Montfroc“ verfahren wir uns und machen aufgrund dessen eine kurze Pause im Ort. Elvira hat schon Kontakt zu einem „Ureinwohner“ und parliert wie gewohnt zur Freude dieses Mannes.

Wir sehen den Mont Ventoux bereits in der Ferne und machen einen Fotostop. Den zweiten Kaffee trinken wir in „Sault“ auf einer Terasse. Hier trifft sich zufällig ein Lamborghini Club aus England. Etwa zwanzig dieser hochkarätigen Rennwagen treffen nacheinander ein. Beeindruckend!

Die nächsten 30 km Straße gehören den Radfahrern. Eine endlos lange Anfahrt mit mäßiger Steigung. Zum Ende hin allerdings richtig steil, was uns jedoch nichts ausmacht. Hunderte Radler sind hier oben auf dem Top bei strahlendem Sonnenschein.
Der „Mont Ventoux“, bekannt auch von der letzten Tour de France, ist unbewaldet und weiß. Nach einer Stunde fahren wir ab auf einer nagelneuen Asphaltpiste und drehen eine große Runde, um wieder in „Sault“ zu landen.
Wir machen erneut eine Rast, um Cola und Apfelschorle nachzutanken.

Über eine ewig langen Paß, den „Paysage de Lure“ ziehen plötzlich Wolken auf und es wird kühl. Der Ausblick ist grandios in die Unendlichkeit der Berge.
Wir sind um 18:00 Uhr am Hotel
- Brigitte und ich kaufen noch kurz Souvenirs ein und freuen uns auf das Abendessen. Dieses nehmen wir heute vor dem „Restaurant de la Cour“ am Hauptplatz ein.

Auf dem Heimweg erkunden wir die Altstadtgassen am Hang von Sisteron.

Dienstag, den 14.09.2021 – Durch das Rhonetal nach Aubenas

Im „Hotel de la Citadelle“ gab es im Übrigen die besten Croissant der ganzen Reise.
Wir verlassen Sisteron bei bedecktem Himmel.
Die heutige Etappe beträgt 240 km. Unser nächstes Ziel ist „Aubenas“.
Den Anfang unserer Tour bildet ein menschenleeres, unwegsames Tal mit Schafherden und Hütehunden.
Die Straße führt uns durch die „Gorges de May“, eine Schlucht gesäumt von hohen Felswänden, geprägt durch einige Tunneldurchfahrten und Felsbögen.
„Taulignan“ kennt kein Mensch, aber es ist ein typisch südfranzösisches Dorf wie es im Buche steht. Selbst um den Kirchplatz ist nichts los. Wir laufen wie die Hühner umher und finden dann doch noch ein Bar.

Wir kommen nach Montelimar und denken, schade dass wir unseren Kaffee schon eingenommen haben. Die Promenaden in diesem Kurort sind sehr lebendig mit einem bunten Menschengewirr.
Zu guter Letzt verlieren wir unseren Führer Hebby und müssen über das Handy wieder Kontakt aufnehmen.

Bei der Weiterfahrt beginnt es mal wieder zu regnen. Wir ziehen unsere Regenkleidung über und fahren im Regen und Nebel über unseren letzten Paß zum Ziel.

Erst im Tal löst sich der Nebel auf und es hört auf zu regnen. Wir beziehen das
„Hotel IBIS“ mit Pool in Aubenas.
Nachdem wir uns frisch gemacht haben, erklimmen wir die historische Altstadt.
D.h. 1100 Meter steil bergan. Hinauf zu Schloß und Kirchplatz, um letztlich kein offenes, passendes Restaurant zu finden. Ich entdecke dann an einer Fahrstraße eine Pizzeria mit Holzofen und übernehme die Verantwortung, dass wir hier zu Abend essen.

Durch eine Pizza und Rotwein gestärkt laufen wir bergab nach Hause ins IBIS und nehmen einen Pastis als Absacker. Licht aus 22:30 Uhr.

Mittwoch, den 15.09.2021 – Durch die Ardeche-Schlucht

Alle Stahlrösser und mein Plastikbomber werden gegenüber dem Hotel vollgetankt und fahren Richtung Ardeche Schlucht.
Herbert zeigt uns mal wieder die ganz kleinen Straßen, die auch mal ganz aufhören können. Manchmal schlägt uns das Navi ein Schnippchen.

Zurück auf der großen Straße passieren wir „Vallon-Pont-d’Arc“. Ein Touristenort wie wir Biker ihn nicht suchen. Links und Rechts der Straße Schischi Läden, alles
Made in China. Es gleicht einer Fußgängerzone durch die wir vorsichtig durchfahren.

Wer kennt nicht den bekannten Felsbogen „Pont d’Arc“ in der Ardeche?
Wir trotten hinter vielen Touris hinunter zum Fluß und das steht sie nun:
Die Pont d’Arc. Nach einer ausgiebigen Fotopause fahren wir ca. 30 km die Ardeche entlang. Hier und da haben wir herrliche Ausblicke in die Schlucht, die sich plötzlich im Tal bei „Saint-Martin-d’Ardeche“ verliert.
In einem Restaurant an der schönen Hängebrücke haben wir nicht Platz nehmen dürfen, um nur zu Trinken ohne zu Essen.
Also fahren wir weiter nach „Orgnac-l’Aven“, wo wir das „Restaurant Stalagmites“ mit riesiger Freiterasse finden. Hier stellen wir fest, dass eigentlich alle Hunger haben und essen zu Mittag. Brigitte und ich essen einen großen Vorspeisenteller zu zweit mit Wurst, Käse und Pommes. Ab und zu auch ein welkes Blatt dazu, denn wir sitzen unter einem tropfenden Blätterdach.
Zurück bei den Maschinen ziehen wir erneut die Regenkleidung an, bei Sonne und Nieselregen. Irgendwo muss ein richtiges Gewitter niedergegangen sein. Schnurstracks zurück zum Hotel. Der große Regen blieb aus und die Sonne schien. Wir hätten uns die Regenkleidung ersparen können. Das sind eben die Unbilden der Biker.

Unsere Tour endet, wie wir sie begonnen haben: an der Tanke.

Das Abendessen im Hotel IBIS läuft schief. Wir haben vergessen zu reservieren. Das tat auch der Restaurantleitung leid, weswegen sie uns später zum Absacker eingeladen haben.

Wir finden fußläufig 10 Minuten entfernt die „Brasserie Spritz“ am großen Kreisverkehr. Trockenen Fußes gelangen wir dorthin, doch sogleich geht ein ordentliches Gewittter nieder. Bis ich mein Ribeye Steak mit Frites und eine Flasche Rotwein genossen hatte war der Spuk auch wieder vorbei und wir konnten erneut trockenen Fußes den Heimweg antreten.

Donnerstag, 16.09.2021 – Durch die Cevennen nach Millau

Die heutige Fahrstrecke war mit rund 300 km geplant und somit eine der längsten der Tour; von der An- und Abfahrt mal abgesehen. Sie führte uns durch die Cevennen von Aubenas nach Millau.

Es war ein kühler, aber trockener Morgen. Die Sonne hätte uns bereits ein bisschen gewärmt, wenn, ja, wenn wir nicht auf schmalen, kurvenreichen Sträßchen  in den Wäldern, Tälern und Schluchten des Nationalparks der Cevennen unterwegs gewesen wären. Für das leichte Frösteln wurden wir aber nach jeder Kurve, jeder Steigung und jedem Gefälle durch die bereits herbstlich geprägte Landschaft reichlich entschädigt. Immer wieder entdeckten wir ein einsames, im Wald verstecktes Anwesen, immer wieder Orte, die aus der Bergflanke herauszuwachsen schienen, Esskastanien in Hülle und Fülle, Schafherden.

All diese Eindrücke, die teils noch feuchten, schmale Straßen, welche mit herabgefallenen Kastanien und Laub bedeckt waren, führten dazu, dass wir langsamer vorangekommen waren, als geplant.

Herbert schaute immer wieder besorgt auf seine Uhr und beschloss dann kurzerhand die Streckenführung unserem Tempo anzupassen. Auch wenn wir jetzt nicht mehr genau dem Roadbook folgten – die Landschaft beeindruckte weiterhin durch ihre Schönheit. Kurze Foto- und Kaffeepausen gab es trotzdem. Unsere zweite Kaffeepause in Le Rozier nutzten wir auch, um einen kurzen Regenschauer abzuwarten. Die Regenkleidung blieb im Koffer.

Die letzten rund 25 Kilometer bis Millau folgten wir dann dem Fluss La Jonte, einem Nebenfluss der Tarn.

Freitag, 17.09.2021 – Durch das Vallee du Tarn nach Albi

Gestern hatten wir bereits die erste Begegnung mit dem Fluss Tarn. Heute führte unsere Tour zunächst in das Tal, das dieser geschaffen hat. Noch haben wir Millau nicht gänzlich verlassen, da folgte bereits die erste Fotopause. Der Grund: Die Autobahnbrücke von Millau. Sie ist die längste Schrägseilbrücke der Welt. Der höchste Pfeiler überragt sogar den Eifelturm um rund 20 m; das habe ich nachgelesen. Sieben Pfeiler habe ich gezählt. An diesem Morgen hüllten die Brücke immer wieder Wolken und der Nebel, der aus dem Tal des Tarn aufstieg, ein. Gleichzeitig versuchte die bereits hochstehende Sonne diesen Schleier zu durchdringen.

Nur weniger Kilometer weiter hielten wir wieder an, um zu fotografieren. Das Motiv war wieder eine Brücke. Eine alte Steinbrücke, deren Bögen sich einzigartig im Wasser spiegelten. Bis zur Stadt Albi folgten wir dem Flussverlauf. Viele Kilometer Rollsplitt erschwerten gewaltig ein zügiges Vorankommen. Ein Straßenschild mit dem Hinweis: „Für Ihre Sicherheit“ erzeugte hier fragende Blicke. Oder hatte Elvira den Text „nicht ganz getreu“ übersetzt? Auch mehrere, überwiegend enge und unbeleuchtete Tunnel verlangsamten unsere Fahrt stark. Gut, dass wir sie ohne Gegenverkehr passieren konnten.

In Albi legten wir eine ausgedehnte Kaffee- und Besichtigungspause ein. Besonders die Kathedrale, die von außen eher einer Festung ähnelt, begeisterte uns. Für die Altstadt, die sich um die Kathedrale und den Bischofspalast ausbreitete, blieb, obwohl Herbert die vereinbarte Abfahrtszeit bereits verschob, kaum Zeit, leider. Viele kleine Cafes und Geschäfte luden hier zum Verweilen und Shoppen ein. Auf dem Weg zum Treffpunkt schafften Herbert und ich es sogar, trocken ein Wasserspiel zu durchqueren; es war sehr knapp.

Die hervorragende Stimmung der Einen traf plötzlich und unerwartet auf die sehr schlechte Laune der Anderen. Herberts Nachricht hatte trotz moderner Technik nicht alle erreicht, sodass ein Teil der Gruppe länger warten musste, schade. Daraufhin überprüften alle die Einstellungen ihrer Telefone. Die Gesichtszüge entspannten sich langsam wieder und wechselten zum leichten Grinsen über.

Wir verließen Albi und auch den Fluss Tarn, machten ein paar Höhenmeter gut, durchquerten eine weitgehend offene, landwirtschaftlich genutzte Hochebene mit gefühlt unendlichem Weitblick und erreichten nach einem „flotten Ritt“ den Stausee Lac de Pareloup. Eine kurze Pause bot Gelegenheit, Fotos zu machen und eine Kleinigkeit „aus dem Koffer“ zu genießen.

Einige Kurven später überraschte uns eine grandiose Fernsicht, auch über Millau und das Viadukt von Millau. Diesmal vor einem strahlend blauen und gänzlich wolkenlosen Himmel. Bevor wir zum Hotel zurückfuhren, besuchten wir noch einen Aussichtspunkt von dem die Brücke gut betrachtet werden konnte. Viele – weitere – Fotos füllten die Speicherkarten.

Am Hotel trafen wir Peter wieder, der heute die Motorradstiefel gegen Sneakers tauschte und die Stadt  Millau besichtigte

Samstag, 18.09.2021 – Durch die Tarnschlucht und das Zentralmassiv nach Saint Etienne

Der Tag begrüßte uns mit tiefhängenden Wolken, Nebelschwaden und Sonnenstrahlen, die den Weg durch dieses „Dickicht“ suchten. Bereits kurz nach der Stadtgrenze von Millau verengt sich das Tal und die Straße wird kurviger. Das Herz eines jeden Motorradfahrers schlägt jetzt höher. Die Schlucht begeistert landschaftlich mit hohen, schroffen Felswänden und fahrtechnisch durch anspruchsvolle Straßenführung. An einem Aussichtspunkt halten wir und steigen über Stahltreppen auf einen Felsen, von dem aus der Flusslauf gut eingesehen werden kann. Tief unter uns fließt gemächlich das Wasser des Tarn vorbei. Unglaublich welches Naturwunder dieser Fluss hier erschaffen hat.

Bei Sainte Enimie verabschieden wir uns dann vom Fluss, gewinnen an Höhe und fahren im Wechsel streng nach dem Motto: „Hoch und nieder, immer wieder“ bis Mende. In Mende ist Wochenmarkt und in unmittelbarer Nähe dazu natürlich auch ein Cafe. Noch bevor die Bedienung unsere Bestellung aufnehmen konnte, haben Elvira, Brigitte und Silvia auf dem Markt eingekauft. Es duftete nicht schlecht.

Eine Offene Landschaft im Wechsel mit Wäldern und eine gut ausgebaute aber dennoch schön zu fahrende Straße führte uns dann bis nach Le Puy. In der Stadt  fand an diesem Wochenende eine Art Mittelaltermarkt statt. Musik, Zeltlager, Kleider aus einer anderen Zeit, reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. In unseren Motorradklamotten schlendern wir durch die engen Gassen der Altstadt hoch zur Kathedrale und nach deren Besichtigung wieder zurück zu den Maschinen. Eine Grillwurst auf die Hand, oder so, und ein kühles, nichtalkoholisches Getränk dürfen hier nicht fehlen. Unterwegs begegnen wir auch zwei Polizisten einer Motorradstreife, die uns gerne ein Foto mit ihnen und ihren Motorrädern gestatten.

In St. Etienne führt uns Herberts Navi auf dem Weg zum Hotel durch Stadtviertel, die selbst bei Tageslicht ein leichtes Ziehen in der Magengrube bereiten. Nachts brächten mich hier keine zehn Pferde hin!

Dass es draußen regnete, bekamen wir erst nach dem guten Abendessen mit. Praktisch, dass das Restaurant sich direkt neben unserem Hotel befand.

Für morgen war schlechtes Wetter vorhergesagt.

Sonntag, 19.09.2021 – Über Lyon und den Genfer See zurück nach Freiburg

Dieser Tag hätte ein schöner Abschluss einer eindrucksvollen Motorradtour werden können. Ist er aber nicht. Immer wieder zählte ich unterwegs in Gedanken die Vorteile eines Autos auf.

Obwohl der Morgen stark bewölkt war, blieb der für den heutigen Tag angekündigte Regen zunächst noch aus. Trotzdem entschieden wir uns, die Wettervorhersage im Blick, für den schnellsten Weg nach Hause. Und es war eine gute Entscheidung. Lediglich die zurückzulegende Strecke war ein bisschen zu lang.

Nach circa einer Stunde Fahrt begann es zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Die Existenz des Genfer, Neuchateler oder Murtener Sees, erkannte ich nur dank der Anzeige auf meinem Navi. Selbstverständlich staute sich der Verkehr zwischendurch auch noch. Beim Vorbeischlängeln an den stehenden Fahrzeugen verlor ich den Anschluss an die Gruppe und fuhr in der Folge auch an der Raststätte, an der wir uns von Silvia und Hubert verabschieden wollten, vorbei.

Wir winkten uns dann trotzdem noch zu, kurz bevor die Beiden die Autobahn wechselten.

Gefühlt bestand meine Regenkleidung den Dauertest nicht!

Herbert, bitte sorge bei der Planung der nächsten Tour dafür, dass es nur nachts oder in den Pausen regnet.

Die  Berichte  stammen aus den Federn von Hans-Elmar Klug und Heinrich Wystrach – vielen Dank Euch beiden.