Wanderung über den „Alpinen Pfad”
  • Beitrags-Kategorie:Wandern

Das ohnehin schon mit traumhaften Wetter gesegnete Jahr startete im September nochmals voll durch; und so war es fast ein „Muss“, an einer der eindrucksvollsten Schwarzwaldwanderungen, dem „alpinen Steig zum Feldberg“ teilzunehmen.

Selbst schon oft auf vielen Touren rund um den Feldberg unterwegs, fehlte mir jedoch bis dato dieses ganz besondere Erlebnis.

Anreise kombiniert mit Zug und Bus war angesagt, und so stand es für mich außer Frage, ebenso mit der Bahn anzureisen. Vorteilhaft für mich, dass ich mit Tourenführererin Patricia („Wanderfüchsle“) ab Denzlingen als zweiter Mitfahrer „für umme“ bis Oberried mitfahren konnte.

Treffpunkt für alle war aber zunächst am Freiburger HBF, ab dort gemeinsam im Regio-Zug mit Gerda (und ihrem Vierbeiner „Bruno“), Martha, Meike, Heike und Caren, sowie Johannes bis Kirchzarten, von wo es kurz darauf mit dem Bus bis Oberried (HochBrücke, 625m) zum Ausgangspunkt ging.

Reibungslos die Anbindungen, und so trafen wir kurz nach 9 Uhr in Oberried ein. Sogleich ging es bei herrlichsten Wetter den Wilhelmitipfad hoch in das Wilhelmstal zum Holzmacherhäusle (750m) und über den Napf (840m) weiter steil bergan zur Schutzhütte am „Hüttenwasen“ (Royal-Engineers-Hütte) zur ersten Rast auf 1188m.

Reichlich Schweiß war bei dem einen oder anderen schon geflossen, und so genossen wir die kleine Pause, zumal nun der schwierigste Teil der Tour, der alpine Pfad, bevorstand.

„Bruno“ hatte bis dahin wohl schon die doppelte Strecke mit minütlichem Stockaportieren zurückgelegt; beachtlich, was der kleine „Appenzeller“ an Ausdauer zeigte.

Gegen 10:15 stiegen wir auf unbeschilderten Weg kurz nach Hüttenwasen in den Pfad ein, der durchaus alpinen Charakter hatte, wie sich bald erweisen sollte. In einem ständigen Auf und Ab durch den „Napf“, über, bzw. unter umgestürzte Bäumen und Totholz vorbei, sowie einige ausgesetzte Stellen an Steilhängen erforderte permanente Aufmerksamkeit. Doch es blieb genug Zeit, den herrlichen Ausblick talauswärts nach Westen bis zum Schauinsland zu genießen.

Zu Gute kam uns der trockene, feste Boden, so dass ein Abrutschen eher unwahrscheinlich war. Eine Stelle war nur durch Seilsicherung zu überwinden, da eine vormalige Brücke mittlerweile nicht mehr vorhanden war.

Auch „Bruno“ bekamen wir mit vereinten Kräften über diese schwierige Passage und nach ca. 1 1/2 Stunden hatten wir die Abzweigung zur nicht begehbaren, bzw. aus Naturschutzgründen gesperrten Teilstrecke über den Stübenwasen, erreicht.

Ohne Pause ging es weiter auf gutem Wanderpfad über die ersten Hochwiesen Richtung Wilhelmer Hütte(1360m), wo wir die Mittagspause einplanten. Unser Vesper nahmen wir ein Stück unterhalb ein, und später an dem Kiosk der Hütte gab es eine zusätzliche Trinkpause bei Traumwetter und dem ersten wohlverdienten Gerstensaft.

Das wunderbare Spätsommerwetterhielt und länger als geplant an der Hütte, so war es schon weit nach Mittag, als wir schließlich über den Feldberg aufstiegen und zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto am
Bismarckdenkmal verweilten.

Zwischenzeitlich hatten sich aber Wolken vor die Sonne geschoben und so wichen wir von der ursprünglichen Planung ab, über den Raimartihof abzusteigen.

Die verdiente Kaffeepause mit Kuchen gönnten wir uns in der Seebuckklause und beschlossen, danach um 16 Uhr mit dem Bus zumTitisee, und im Anschluss mit der Regio-Bahn zurück nach Freiburg zu fahren.

Immerhin hatten wir über 1200 Höhenmeter und fast 15 km zurückgelegt und dank unserer „Wander-Füchsin“ Patricia eine wirklich genussvolle Schwarzwald-Tour hinter uns.

Georg Hauger